C. C. P. VON GONTARD / ZUR
PERSON |
Carl Christian Philipp von Gontard
Carl von Gontard war ein bedeutender Architekt und
Baumeister der spätfriderizianischen Zeit. Während
seiner etwa 40-jährigen Schaffenszeit arbeitete
er in Bayreuth, Potsdam
und Berlin.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen vor allem
Bürgerhäuser, aber auch Gartenstaffagen,
Kolonnadenbauten, Brücken, Stadttore, Kirchen,
Türme und Schlossbauten und Brunnenanlagen. Nur
wenige seiner Bauten sind bis zur heutigen Zeit erhalten
geblieben. Der Krieg hat viele Gontardsche Bauten
zerstört, einige sind auch zu DDR-Zeiten einfach
abgerissen worden.
Nachfahren des berühmten Baumeisters leben
noch heute als Bürgerliche und Adlige in Deutschland
und Frankreich. Nach Überlieferungen der Familie
stammen die Gontards ursprünglich von den Hugenotten
aus Dephiné ab; sie gehörten dort zum
angesehensten Adels Grenobles (Fick,
1997).
Eltern und Ehefrau des Carl Christian Philipp
von Gontard
Carl Christian Philipp von Gontard kam 1731 wahrscheinlich
als zweites von acht Kindern der Eheleute Maria
Margarethe Elisabeth Gontard und
Alexander Ludwig Gontard und
zur Welt. Es wird angenommen, dass der Vater des späteren
Baumeisters dem Kurfürsten Carl Philipp von der
Pfalz diente. Wahrscheinlich war er auch am Mannheimer
Hof als Ballettmeister tätig. Am Hofe des Markgrafenpaares
Friedrich und Wilhelmine von Bayreuth übte er
diese Funktion auf jeden Fall aus. Gleichzeitig war
er Lehrer und Erzieher der Prinzessin Frederike von
Bayreuth; in den Jahren 1742/1743 war er außerdem
Tanzmeister am Bayreuther Gymnasium Academicum. Im
Jahr 1747 starb er im Alter von 40 Jahren.
Über die Mutter des Baumeisters, Maria Margarethe
Elisabeth Gontard, liegen keine Informationen vor.
Die Frau des späteren Baumeisters, Martha
Sophia Friederica Erckert, war die
Tochter des Geheimen Regierungsrates und Konsistorial-Präsidenten
Johann Stephan Erckert. Von ihr weiß man, dass
sie von 1751 bis zu ihrer Heirat als Kammerfrau der
Markgräfin Wilhelmine gearbeitet hat. Während
ihrer Ehe mit Carl Christian Philipp von Gontard bekam
sie 16 Kinder, sieben der Kinder verstarben schon
ganz jung.

Anlässlich seines 250. Geburtstages im Jahr
1981 gab die damalige DDR in Berlin Sonderpostwertzeichen
mit dem Portrait des Baumeisters vor einer Grafik
der Königskolonnaden am Kleistpark heraus (siehe
Abbildung).
__________________________________________________________________
|
|